ST12

12. Spieltag: Mainz 05 : 1. FC Köln

Bei diesem Heimspiel standen erneut der Schiedsrichter und sein Videoassistent im Mittelpunkt, zum Einen bei der 11m Meterentscheidung nach einer von Fußballdeutschland zur Schwalbe deklarierten Aktion de Blasis‘ im Kölner Strafraum, und einer vermeintlichen Tätlichkeit Donatis an Bittencourt, nachdem Ersterer, wenn auch versehentlich, von den Stollen Bittencourts im Gesicht getroffen wurde.
Zu de Blasis vielleicht noch eine Bemerkung vorab, „unser“ kleiner Kampfzwerg ist sicher der Letzte, der versuchen würde, mit einer Schwalbe einen 11 m zu schinden, eher würde er versuchen, selbst noch auf allen Vieren dem Ball hinterher zu kommen, um ihn aufs oder ins Tor zu bugsieren, als als Schwalbe durch den Strafraum zu fliegen. (Update nach Bearbeitung eines 1080 HD Videos, das auf 05er.TV zu finden ist) Daher sollte man die Szene etwas genauer analysieren und die 3 Bewegungsabläufe der Spieler Rausch und de Blasis, die fast gleichzeitig abliefen, genauer unter die Lupe nehmen:

Frontal Sicht
Frontalansicht aus dem Mitschnitt des Spiels, der schwarze Streifen auf Rauschs Hose ist sein rechter Arm, man kann auch kurz die Hand an Pablos Hose, dann auf dem Trikot auf der Seite sehen.

Sicht von oben
So wurde es auch in der Wiederholung gezeigt, zu erkennen die Bewegung des Arms Richtung Pablos Hüfte.

Torkamera
Hier klar zu erkennen, wie Rauschs Hand erst an Pablos Hüfte landet und kurz Richtung Bauch hoch springt und das Fallen auslöst. Die Hand schnellt dann, nachdem der Kontakt gelöst ist mit Schwung weiter in die ursprüngliche Bewegungsrichtung, was man hier sogar aus der Rück-Perspektive noch besser erkennen kann:
Rück-Ansicht
Den Druck erkennt man gut daran, wie der Arm regelrecht weg schnellt nach Kontakt Ende. Da Pablo ausweichen wollte, war er ja bereits leicht in einer Drehbewegung, die durch den Druck des Arms Rauschs noch unterstützt wurde. Die Bewegung des Arms wirkt sehr zielgerichtet und mit sehr viel Schwung ausgeführt, dass man problemlos von einem absichtlichen Foul ausgehen muß, was den Vorwurf der „Schwalbe“ zusätzlich entkräftet.

De Blasis hat die Augen nach unten, Richtung Ball gerichtet, sieht aber auch, wie das linke Bein von Rausch sich ihm in den Weg stellen will, woraufhin er darüber springen will und auch abspringt. Rausch zieht aber sein Bein zurück, um den Kontakt am Fuß zu vermeiden. Dennoch bleibt aber sein rechter Arm in Bewegung und trifft de Blasis, der keinen Bodenkontakt mehr hat, an der Hüfte entgegen der Bewegungsrichtung de Blasis‘. Da dem ein Angel- oder Fixpunkt fehlt, um diesen Impuls auszugleichen, folgt sein Körper diesem Impuls und wird folglich aus seiner Bewegungsrichtung, die durch den Sprung ursprünglich geradeaus nach vorne gerichtet ist, herausgedreht und kommt nach links kippend zu Fall, wobei man erkennen kann, dass diese Bewegungen in sich konsistent sind. Der Impuls, der nötig ist, um einen fliegenden Körper aus der Richtung zu bringen oder einen Spin zu erzeugen muss nicht sehr groß sein, zumal im speziellen Fall de Blasis eher zu den leichteren Spielern gehört.
So lautet mein Fazit:
Foul, Kann-11m, keine Schwalbe, keine Lüge de Blasis‘ und auch der VAR hat den tatsächlichen Kontakt bestätigt – wohl wissend, dass ich mit dieser Sichtweise neben de Blasis ziemlich alleine da stehe. Tatsächlich reicht es nicht, sich dem Tenor der TV Journalisten anzuschließen, die diese Bilder nur eher oberflächlich betrachten und sofort eine Meinung haben.

Donati wird von Bittencourt gefoult, beide fallen, Donati bekommt die Stollen Bittencourts ins Gesicht, sicher unabsichtlich, aber schmerzhaft. Ohne Wiederholung und Zeitlupe hätte ich im Spiel sicher auch die rote Karte gezückt, aber beim betrachten der kompletten Szene hätte ich definitiv anders entschieden, nämlich 2 x gelb.

erste Einstellung

Hier noch einmal von der anderen Seite:

zweite Einstellung

Es ist leider eine Unsitte, dass der foulende Spieler seinen Gegner „hoch helfen“ will und ihn hier bereits anfängt hoch zu heben.Donati ist nicht gewillt, das zuzulassen und reagiert entsprechend. Sicher sehr emotional, aber nicht im Bereich einer Tätlichkeit, folglich war die rote Karte sicher falsch und hätte eigentlich vom VAR überprüft werden müssen.

Inzwischen, Montag 20.11. hat der DFB eine Sperre für ein Spiel wegen „unsportlichen Verhaltens“ ausgesprochen.
Der Kicker beurteilte die Schiedrichterlesitung mit der Note „6“.

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